Tick Tack

Die Zeit läuft und läuft immer schneller, je näher der Tag des Abfluges in Richtung San Diego heranrückt. Mein guter Freund Oliver war so freundlich unter der Adresse https://www.ascalo.photography/pacific-crest-trail-2019/ meine neuen Posts zu veröffentlichen.

Bitte beachtet, dass die nächsten Beiträge nur noch dort veröffentlich werden.

Aktuell ist es leider noch nicht möglich dem Blog dort via E-Mail zu folgen, aber es wird daran gearbeitet 😉

Im folgenden Beitrag möchte ich euch ein bisschen etwas über die einzelnen Abschnitte des Weges nahe bringen. Da ich den Weg von Süden nach Norden laufe, starte ich mit dem temperaturtechnisch schwierigsten Abschnitt – der Wüste. Der Abschnitt endet technisch gesehen am Techapi Pass (mit dem Eintritt in die Sierra Nevada, einem Hochgebirgszug). Für die meisten Thru-Hiker ist jedoch Kennedy Meadows, 141 Meilen weiter, das richtige Tor zur Sierra, denn dort heißt es Aufrüstung. Aber dazu später mehr.

Die erste Assoziation, die jeder mit der Wüste verbindet ist die Hitze. Temperaturen von 40°C im Schatten sind keine Seltenheit, aber auch die Kälte spielt hier eine Rolle. In der Nacht muss man mit bis zu -6°C rechnen und erlebt so in der Wüste möglicherweise kältere Nächte als in der Sierra Nevada.

Auf Grund der hohen Tagestemperaturen muss man entsprechend viel trinken. Insbesondere erfahrene Wanderer ohne Wüstenerfahrung sollen sich schon häufig verschätzt haben. Damit es mir nicht genauso geht, heißt es also 6-7 l Wasser pro Tag schleppen.

Zur Einschätzung, wie viel Wasser man mitnehmen sollte, gehört immer ein Blick in den PCT Water Report (https://pctwater.com/). Hier findet man die aktuellen Zustände der einzelnen Wasserquellen. Auf die kurzen Distanzen zwischen den Wasserquellen und die vielen Trail Magics mit Cola und Co., wie auf dem AT, werde ich dieses mal wohl verzichten müssen.

In der Wüste gibt es natürlich nicht nur Sand und Steine sondern auch Leben. Die bekanntesten Tiere, die hier auf den Wanderer warten, sind Klapperschlangen und Skorpione. Wandern mit Kopfhörern ist in diesem Abschnitt also eher ungünstig. Dazu gibt es auch noch Vogelspinnen, Kojoten und Schildkröten(!).

Unterbrochen wird der Weg durch die Wüste durch die San Jacinto Mountains (Mts.). In einem durchschnittlichen Schneejahr sind die Pässe Mitte Mai schneefrei. In starken Schneejahren kann das aber auch bis in den Juni dauern. Eine Eisaxt und Steigeisen sind dann durchaus angebracht. Die PCTA hat auf ihrer Webseite verschiedene Links zu den aktuellen und historischen Schneehöhen. (https://www.pcta.org/discover-the-trail/backcountry-basics/snow/).

Nach meiner aktuellen Planung möchte ich Kennedy Meadows um den 15. Juni herum erreichen. Dieser Plan hängt jedoch stark davon ab, wie stark der Schnee in der Sierra Nevada schmilzt. In diesem Jahr gab es ungewöhnlich viel Schnee. In den verschiedenen Bereichen von Kalifornien ca. 50% mehr als in einem durchschnittlichen Jahr (http://cdec.water.ca.gov/reportapp/javareports?name=PLOT_SWC.pdf). Wie schnell der Schnee schmelzen wird, wird dann darüber entscheiden, wann es los geht in die Sierra. Aber zunächst heißt es einmal einen kühlen Kopf zu bewahren.

Im nächsten Beitrag geht es dann um die Sierra Nevada.

 

 

 

 

 

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